Der Hilfstransport nach Bulgarien ist wieder in Deutschland angekommen

Von: Sarah

 

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So nun bin ich schon ein paar Tage wieder zuhause und hatte Zeit, die Eindrücke aus Bulgarien zu verarbeiten. Ich hatte in Bulgarien eine wirklich schöne Zeit, auch wenn es ab und an mal kleinere Tiefpunkte gab, waren die schönen Momente deutlich in der Überzahl. Vor Beginn der Reise hatte ich damit gerechnet, dass ich in den Heimen, die wir in Bulgarien besuchen, viele bedrückende und eventuell auch schlimme Bilder sehen werde.

Diese Annahme war vollkommen falsch. Das Altenheim, das wir in Haskovo besucht haben, glänzte nur so vor Sauberkeit und die Atmosphäre war auch wirklich schön. Wir haben in den Kinderheimen viele glückliche Kinder gesehen und dennoch hinterließen diese Bilder bittersüße Eindrücke. Es ist schön, dass die Kinder so liebevoll betreut werden aber es ist nicht schön, dass die Kinder zu acht in einem Zimmer, in einem baufälligen Haus schlafen müssen. Das Spielzimmer, das auch in den Videos zu sehen ist, war bunt gestrichen und an den Wänden waren hübsche Spiegelmosaike aber in diesem Spielzimmer war nicht ein einziges Spielzeug. In Bulgarien fehlt es an sehr vielen Stellen, die Menschen benötigen dringen Kleidung, Möbel und die Kinder vor allem Spielsachen.

Ich habe gesehen, dass die Malteser dort helfen, wo es wirklich benötigt wird. Ich habe in diesen neun Tagen viele Dinge gelernt. Ich schätze es heute noch mehr, dass ich in Deutschland lebe und ich mir keine Sorgen um genügend Essen und Kleidung machen muss. Das ist ein Luxus, den viele Menschen in Europa nicht haben. Der  Zusammenhalt der Menschen in Bulgarien ist überall deutlich spürbar. Die Menschen dort sind durch die ärmlichen Verhältnisse noch mehr aufeinander angewiesen und helfen stärker zusammen, als man es heute in Deutschland oft erlebt. Ich habe in Bulgarien eine Hilfsbereitschaft und eine Gastfreundlichkeit erlebt, die Ihresgleichen sucht. In den nächsten Monaten werde ich versuchen, möglichst viele Spenden für die Malteser zu organisieren. Ich habe schon alle meine Verwandten und Freunde gebeten auch die Augen nach Spenden offen zu halten. Denn in den Wintermonaten soll schon der nächste Hilfstransport nach Bulgarien starten.

Für den Hilfstransport nach Bulgarien habe ich in diesem Sommer meinen bereits geplanten Urlaub gestrichen und ich habe es nicht bereut. Ich würde mich jeder Zeit wieder für den Hilfstransport entscheiden.