World Rescue Challenge 2009

von: Martin

Morgens um 4 schon machte ich mich diesen Samstag für retter.tv auf den Weg zur World Rescue Challenge nach Frankfurt. Ich  kann euch sagen, das frühe Aufstehen hat sich gelohnt:

Auf dem wirklich beeindruckenden Gelände der Berufsfeuerwehr Frankfurt richtete diese drei Tage lang, zusammen mit der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Unfallrettungswesens (VFDU) und der World Rescue Organisation (WRO), die diesjährigen Weltmeisterschaften der Unfallrettung aus.

Schon beim Betreten des Geländes konnte man das internationale Flair spüren. Insgesamt waren 30 Teams aus 15 Ländern angereist. Sofort ins Auge sprang einem das Team aus Ghana, das mit seinen Flaggen und seiner ansteckenden, guten Laune für die ideale Wettkampf-Stimmung sorgte.

Wer denkt, es ging bei dieser Challenge einfach nur um schnelles „Blechaufschneiden“ liegt völlig falsch.
Allein schon die Organisation und der Aufbau der Wettkampfszenarien waren im voraus perfekt geplant worden. Es waren drei Übungsbereiche (Pits) aufgebaut, in dem jedes Team an einem anderen Tag antreten musste. In  Pit 1, dem „Complete“ hatten die Teams 30 Minuten Zeit, zwei Patienten aus einem verunfallten PKW zu retten, in Pit 2 (Standard) musste ein Patient in 20 Minuten aus einer schwierigen Situation gerettet werden und in Pit 3, dem Rapid-Pit, hatte das Team nur 10 Minuten für eine patientengerechte Rettung Zeit.
Besonders bei der Schnellrettung, die äußerst realitätsnah wirkte, bekam man allein vom Zusehen weiche Knie und fieberte automatisch mit den Teams mit.

Spannend war vor allem, wie verschieden die einzelnen Gruppen an ihre Aufgabe herangegangen sind. Wie kommt der „Medic“ am schnellsten zum Patienten ins verunfallte Auto? Wird der Patient durch den Kofferraum, durch die Beifahrertüre oder gar übers Dach gerettet?
Tolle Gespräche konnte ich auch mit den deutschen Teams führen, die mir viel Interessantes über ihre Trainingsbedingungen erzählen konnten.

Bei der festlichen Siegerehrung am Abend im Frankfurter Rathaus, durch die die Moderatorin Sonja Kraus führte, war vor allem die Freude bei den Teams aus dem Vereinigten Königreich groß. In den acht Kategorien hieß es unglaubliche 15mal: „…and the winner is from UK…“.

(retter.tv gratuliert natürlich auch den deutschen Mannschaften, die die sehr guten Plätze 17, 22 und 24 belegt hatten.)

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